23.01.2018

Was tun bei Wolfverdacht

Fest steht, dass Tierhalter stark emotional betroffen sind, wenn sie eines ihrer Tiere gerissen auffinden würden. Starke emotionale Betroffenheit birgt auch die Gefahr, bei einem Fund eines gerissenen Tieres, falsch zu reagieren, deshalb sind hier Verhaltensweisen und Aktionsschritte kompakt zusammengestellt.

Folgende Schritte beim Auffinden eines gerissenen Tieres sind einzuhalten:

A)    Landwirtschaftliche Nutztiere:

  1. Vermeiden Sie, Spuren zu verwischen!
    Es könnte sich um Fußspuren, Kot oder Haare handeln. Spuren könnten sich auch entlang des Zaunes befinden. Vermeiden Sie deshalb eigenständige Recherchen, wie/wo das Tier in die Weide gekommen ist.

  1. Ziehen Sie das Tier keinesfalls weg. Ihr eigener Hund sollte keinen Kontakt zum gerissenen Tier aufnehmen können.

  2. Gegebenenfalls können Sie das Tier mit einer (sauberen!) Folie abdecken, um Füchse oder Wildschweine eventuell fernzuhalten.

  3. Informieren Sie umgehend die untere Naturschutzbehörde an Ihrem zuständigen Landratsamt. Von dort aus werden geschulte Personen beauftragt, weitere Maßnahmen zu ergreifen (Spurensicherung (DNA-Proben, Fotos…), außerhalb der Bürozeiten auch die örtliche Polizeidienststelle

  4. Informieren Sie gleichzeitig das Bayerische Landesamt für Umwelt in Hof:
    Herrn Wölfl, Tel 09281/1800 4653 oder die Zentrale: Tel. 09281 1800-0.

Falls Fotos auf Wildkamera festgehalten werden, die auf einen Wolf hinweisen, sollten diese auch ans Bayerische Landesamt für Umwelt zur weiteren Auswertung gesendet werden: fachstelle-gb@lfu.bayern.de 

B)    Wildtiere:
        Hier ist größte Zurückhaltung hinsichtlich Annäherung an das gerissene Tier geboten. 
        Eigentümer des Tieres ist der Jagdpächter.   

       Weitere Informationen finden Sie unter
       https://www.lfu.bayern.de/natur/wildtiermanagement_grosse_beutegreifer/wolf/doc/faq_wolf.pdf

   

Konrad Wagner
Fachzentrum Fleischrinderzucht und Mutterkuhhaltung,
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schwandorf  

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